MIH – gelbe Zähne im Kindermund.

Unsere sechsjährige Tochter putzt sich jeden Tag sehr gewissenhaft zweimal die Zähne. Mindestens. Obendrein ist der Opa Zahnarzt und die Tante auch. Aber denen fällt vor lauter Schreck fast die Sonde aus der Hand als sie den ersten Sechser-Molar meiner Tochter zu Gesicht bekommen:

Wo ein weisser und gesunder neuer Backenzahn erscheinen sollte, wächst ein bröseliger, gelber Zahn heraus, der aussieht als gehöre er einem hundertjährigen Neandertaler. Farbe und Konsistenz erinnern an mehr an einen gut gereiften Old Amsterdam als an einen neuen Kinderzahn: Gelb, porös, bröckelig. Das Schlimmste ist, dass der Zahn nicht  nur beunruhigend aussieht sondern auch noch furchtbar schmerzempfindlich und Heiss-Kalt sensibel ist.

Man nennt sie Kreidezähne, Cheese-Molares oder MIH. Die Diagnose mit dem unaussprechlichen Namen „Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation“ – kurz MIH, ist bei unserer Tochter leider eindeutig.

Ich bin Journalistin und habe aus diesem Anlass viel zum Thema MIH recherchiert. Auf diesen Seiten möchte ich über alle Fakten, Forschungsergebnisse und Therapiemöglichkeiten rund um MIH informieren die ich auf meiner Suche herausgefunden habe. Dabei versuche ich die manchmal komplizierten Inhalte so verständlich wie möglich zu formulieren denn diese Seite ist etwas für betroffene Eltern und eben nicht für Mediziner. Alle Artikel sind auf dem neuesten Stand der Forschung und werden regelmäßig aktualisiert, sollten mir neue Erkenntnisse vorliegen. Da so viele Kinder von diesem Krankheitsbild betroffen sind, hoffe ich, dass ich auf diesen Seiten einigen besorgten Eltern helfen kann. Aber was natürlich klar ist: Keine Internetseite der Welt ersetzt den Gang zum Zahnarzt. Daher ab zum Zahnarzt, solltet ihr den Verdacht haben dass euer Kind (oder ihr selber) an einer MIH leidet.

Die schlechte Nachricht vorab: MIH ist nicht heilbar. Aber die gute Nachricht ist, dass diese Krankheit kein Drama ist auch wenn sie dramatisch aussieht. Es gibt so viele Dinge die ihr als Eltern tun könnt um die Zähne eurer Kinder bestmöglichst zu versorgen und die Schmerzen zu lindern.